Geposted am Mittwoch 8 August 2007
Wie Löwenherz in seiner Nachlese zum WotR-Award 2007 richtig festgestellt hat, ist ein Kinder-Blog ein zweischneidiges Schwert.
Die Überlegungen von Löwenherz haben wir bereits vor Erstellung des Blogs angestellt und für uns abgewogen. Sicherlich ist so ein Kinderblog nicht unbedingt für jeden empfehlenswert. Für uns und auch für Eve war die Entscheidung klar, da wir eine “Netzfamilie” sind.
Leider kann man das Blog nicht anonymisieren, da macht einem die deutsche Rechtsprechung einen Strich durch die Rechnung. Dass Eve direkt ans Telefon gegangen ist, lag einfach an unserer privaten Telefonnummer, dass macht sie gerne und generell, aber nur wenn ein Elternteil dabei ist.
Eve ist auch entsprechend (nach Montessori) erzogen, so dass sie Risiken sehr wohl selbst abschätzen kann. Auch die Problematik von bösen Onkels und fremden Personen ist ihr durchaus bekannt. Insofern mache ich mir mehr Gedanken um Kinder, die in einer “heilen Welt” aufwachsen und darüber nicht informiert und entsprechend trainiert sind.
Dazu möchte ich allen Eltern die Kursangebote von pro familia und dem Kinderschutzbund ans Herz legen. Hier bekommen die Kinder altersgerecht das Thema sexueller Missbrauch aufgearbeitet.







Danke, dass ihr die Hinweise zur Kenntnis genommen habt, mehr als hinweisen kann man nicht. Hin nochmals die alternativen Möglichkeiten:
1. Domain wird über einen Freund der Familie registriert und auch er kommt ins Impressum. Links zu Papa und Mama unterbleiben.
2. Man betreibt BlackHat und registriert die Domain mit allem drum und dran im Ausland mit gefälschten Mitteln.
3. Man verzichtet auf eine eigene Domain und arbeitet mit einem gefakten Account bei irgendeinem Blog-Anbieter.
Keine Lösung ist wirklich glücklich. Aber dafür sind wir als Eltern da: Um Entscheidungen zu treffen und dafür die Verantwortung zu tragen.
Kannst uns ins Impressum/Whois schreiben, wenn du magst.
um ehrlich zu sein glaube ich nicht das ein kind in dem alter irgendwelche risiken abschätzen kann. wenn sie später älter ist und ihre mitschüler sie googlen, und sie vielleicht damit aufziehen ? und wenn sie mal nen job haben will findet ihr erster personalchef das mit sicherheit auch. genau wie jeder stalker der ihr im teenager alter hinterher läuft. und und und…
ich würde mich gewalltig erschrecken wenn ich später wirklich realisieren würde das meine gesammte kindheit im internet ist. wie soll ein kind diese risiken abschätzen, wenn es nichtmal seine eltern können ?
@sterophone
Deine persönliche Meinung in allen Ehren, aber über Eve und uns zu urteilen, ohne uns persönlich zu kennen finde ich mehr als ungeschickt. Das steht Dir beim besten Willen nicht zu.
Ich kenne euch nicht. Aber ich habe auch nicht über euch geurteilt. Es gibt heute noch keine Erwachsenen, die mit der Tatsache konfrontiert worden sind, das ihre Kindheit durchsuchbar und wohlmöglich für immer im Internet festgehalten wurde.
So kann also niemand die Risiken abschätzen. Ich nicht, Ihr als Eltern nicht und die kleine Eve mit sicherheit auch nicht. Und ob sie das in späteren Jahren noch so lustig findet wird sich zeigen.